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Redebeitrag des
FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Breiter
Kreistagssitzung 08.12.2009
TOP 8, Jagdsteuer
Wenn es um Jagd und Jäger geht, dann können in der
Bevölkerung die Meinungen schon einmal gespalten sein.
Eine kleine Minderheit sieht in der Jagd immer noch das Hobby einiger
Privilegierter.
Ich bin allerdings sicher, dass die überwiegende Mehrheit der
Bevölkerung die Notwendigkeit der Jagd, die Hege und Pflege der in der
Natur lebenden Tiere sowie die vielfältigen Leistungen der Jägerschaft
für die Natur, längst erkennt hat.
In der Vorlage der Verwaltung wird dies auch ausführlich gewürdigt.
Meine Damen und Herren,
Nachdem der Kreistag 2003 einer
Vereinbarung zwischen dem Kreis Ostholstein und den
Kreisjägerschaften
Eutin und Oldenburg zugestimmt hat, durch die den Jägerschaften die
Hälfte der Jagdsteuer für biotopgestaltende und sonstige Zwecke des
Naturschutzes und der Landschaftspflege wieder zufließt, haben die Jäger
nun einen Antrag auf völlige Abschaffung der Jagdsteuer gestellt.
Darüber haben wir heute zu entscheiden.
Meine Damen und Herren,
ich bekenne ausdrücklich, dass
ich für das Anliegen der Kreisjägerschaften
viel Verständnis habe. Mir ist kein Grund bekannt, warum eine Jagdsteuer
erhoben wird. Es gibt bei der Jagd nichts, was die Allgemeinheit vorhält
und von den Jägern in Anspruch genommen wird.
Aus dieser Überlegung müsste dem Antrag eigentlich zugestimmt
werden.
Nach Beratung in den Fachausschüssen ist die FDP-Fraktion allerdings zu
der Überzeugung gelangt, dass derzeit die völlige Abschaffung der
Jagdsteuer den Menschen in unserem Kreise nicht zu vermitteln wäre.
Wir werden ja heute noch den Haushalt 2010 beraten.
Neben der eh schon extrem hohen Verschuldung des Kreises wird das
Haushaltsdefizit in den folgenden Jahren weiter deutlich steigen.
Für die Ausweitung von freiwilligen aber durchaus wichtigen Aufgaben
haben wir bereits schon lange kein Geld mehr.
Wir können in dieser Situation daher auch nicht freiwillig auf Einnahmen
verzichten.
Ich bitte daher die Vertreter der
Kreisjägerschaften
um Verständnis für unsere Haltung.
Die FDP-Fraktion unterstützt daher den
Beschlussvorschlag, die bisherige Regelung weiterhin beizubehalten.
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